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Berlin – Ob Strandfotos, Routenplanung oder Urlaubsgrüße per Messenger: Ohne Smartphone geht heute kaum noch jemand auf Reisen. Doch die digitalen Alleskönner bergen Risiken – besonders unterwegs. Der TÜV-Verband gibt praktische Tipps, wie Reisende ihre Geräte und persönlichen Daten vor Cyberangriffen schützen können.
Die digitale Sicherheit beginnt bereits vor der Abreise. Alle Geräte – vom Smartphone bis zur Smartwatch – sollten mit aktuellen Software-Updates ausgestattet sein. „Cyberkriminelle nutzen bekannte Schwachstellen gezielt aus“, warnt Marc Fliehe, Bereichsleiter Digitalisierung und Bildung beim TÜV-Verband. „Regelmäßige Updates schließen diese Sicherheitslücken zuverlässig.“ Bei älteren Geräten, für die keine Updates mehr angeboten werden, empfiehlt sich die Anschaffung eines neuen Modells mit aktiver Herstellerunterstützung.
Ein effektiver Basisschutz: starke Passwörter und sichere Gerätesperren. Die PIN sollte aus mindestens zwölf Zeichen bestehen und Groß- und Kleinbuchstaben, Zahlen sowie Sonderzeichen enthalten. Persönliche Daten wie Geburtsdatum oder einfache Zahlenkombinationen sind tabu.
Zusätzliche Sicherheit bieten biometrische Verfahren wie Fingerabdruck- oder Gesichtserkennung – insbesondere in Kombination mit einer Aufmerksamkeitserkennung.
Für den Fall eines Verlusts oder Diebstahls lohnt es sich, die Ortungsfunktion rechtzeitig zu aktivieren. So lassen sich Geräte mit Apple („Wo ist?“) oder Android („Mein Gerät finden“) im Notfall orten, sperren oder sogar löschen. Einige Hersteller bieten darüber hinaus spezielle Diebstahlschutz-Funktionen an.
Wer smarte Geräte wie Kameras oder Thermostate im Urlaub weiter nutzen möchte, sollte vorab die Software aktualisieren, sichere Passwörter vergeben und unnötige Fernzugriffe deaktivieren. Wer auf vernetzte Technik verzichten kann, ist mit dem Ausschalten von Router und Smart-Home-Systemen gut beraten – das spart Strom und reduziert Angriffsflächen.
Öffentliche WLANs in Hotels, Flughäfen oder Cafés sind bequem – aber oft ungesichert. „Daten können leicht abgefangen oder manipuliert werden“, so Fliehe. Besonders tückisch: gefälschte Netzwerke, die den Namen des Hotels tragen, aber von Cyberkriminellen betrieben werden.
Sicherer ist das Surfen über ein VPN (Virtual Private Network). Dieses baut eine verschlüsselte Verbindung auf, die sensible Daten vor fremdem Zugriff schützt.
Auch Bluetooth-Verbindungen und Standortdienste können ein Einfallstor für Angreifer sein. Deshalb gilt:
Bluetooth nur aktivieren, wenn nötig (z. B. für Kopfhörer),
Sichtbarkeit des Geräts deaktivieren,
Standortdienste nur gezielt und temporär verwenden.
Besonders wichtig: Gerätebezeichnungen wie „Lisas iPhone“ oder „Max’ Samsung“ geben unnötig persönliche Informationen preis – besser anonymisieren.
Nicht nur digitale Angriffe bedrohen die Datensicherheit – auch Diebstahl ist ein Risiko. Geräte sollten niemals unbeaufsichtigt liegen bleiben, weder im Café noch am Strand. Im Hotel bieten Safes, unterwegs verschlossene Taschen oder Rucksäcke mit Innenfächern einen besseren Schutz.
Gerät orten, sperren oder löschen,
Passwörter von E-Mail-Konten, Cloud-Diensten, sozialen Netzwerken und Online-Banking umgehend ändern,
ggf. Passwortmanager nutzen, um neue, sichere Zugangsdaten zu erstellen.
Ein Diebstahl sollte umgehend der Polizei gemeldet werden – nicht nur aus Sicherheitsgründen, sondern auch für die Schadensregulierung durch die Versicherung.
Über den TÜV-Verband:
Der TÜV-Verband e. V. vertritt die politischen Interessen der TÜV-Prüforganisationen und fördert den Austausch seiner Mitglieder. Ziel ist es, technische und digitale Sicherheit sowie Nachhaltigkeit in der Gesellschaft zu stärken – durch unabhängige Prüfungen, transparente Standards und qualifizierte Weiterbildung.
Geschrieben von: Elias
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