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Nach einer langen Phase mit Sonne und Trockenheit zeigt sich der Himmel über Schmalkalden wieder von seiner dramatischeren Seite: dunkle Wolken, grollender Donner, zuckende Blitze. Ob der Sommer 2025 zum Gewittersommer wird, bleibt abzuwarten – fest steht aber: In Sachen Blitzeinschläge liegt Schmalkalden weit vorn.
Weniger Blitze insgesamt – doch Schmalkalden bleibt ein Hotspot
Das Thüringer Landesamt für Umwelt (TLUBN) registrierte im Jahr 2024 insgesamt 7683 Blitzeinschläge im Freistaat – ein Rückgang gegenüber 2023 (8289). Die meisten Blitze schlugen in Ilmenau (199), Erfurt (107) und Saalfeld (95) ein. In 51 von 605 Thüringer Gemeinden blieb es hingegen komplett ruhig – darunter auch Ellingshausen und Untermaßfeld im Kreis Schmalkalden-Meiningen.
Nicht so in Schmalkalden: Dort zählten die Experten 51 Blitzeinschläge – landkreisweit Rang zwei, direkt hinter der Gemeinde Grabfeld (76) und vor Wasungen (49). Die Blitzdichte – also Einschläge pro Quadratkilometer – war in Schwallungen, Friedelshausen und Erbenhausen besonders hoch.
Wo der Blitz besonders gerne einschlägt
Ob Schmalkalden tatsächlich eine „Gewitter-Hochburg“ ist, lässt sich laut Experten nicht eindeutig sagen. Der Deutsche Wetterdienst betont: Es gibt keine klare Zunahme oder Abnahme von Gewittern – vielmehr wechseln sich ruhigere und aktivere Phasen ab.
Meteorologe Tobias Reinartz erklärt: „Gewitter entstehen oft zuerst über Bergen, da sich deren sonnenbeschienene Hänge schneller erwärmen und so aufsteigende Luftmassen begünstigen.“ In Talregionen wie Schmalkalden treffen solche Gewitter dann häufig mit voller Wucht ein – können sich dort aber auch weiter verstärken oder sogar neu bilden, abhängig von den atmosphärischen Bedingungen.
Wie Blitze gezählt werden
Doch wie zählt man Blitze überhaupt? Laut TLUBN-Experte Nils Fröhlich erfassen 102 Messstationen in Mitteleuropa die elektromagnetischen Wellen, die ein Blitz ausstrahlt – mit einer Ortungsgenauigkeit von etwa 200 Metern. Für die Auswertung in Thüringen berücksichtigt man nur sogenannte Wolke-Erde-Blitze.
Dabei lassen sich nicht nur Ort und Zeit, sondern auch Stärke, Art und Polarität der Blitze bestimmen. Fachleute unterscheiden zwischen negativen – den häufigsten – und positiven Blitzen. Letztere sind für technische Infrastrukturen besonders gefährlich, da sie größere Schäden anrichten können.
Gigantische Energie aus dem Himmel
Die Kraft eines Blitzes ist gewaltig: Stromstärken von bis zu 100.000 Ampere und Spannungen von über 100 Millionen Volt sind möglich. Die Energie hängt dabei nicht nur von der Stromstärke ab, sondern auch von der Dauer und der Spannung zwischen Wolke und Erde. Ein Blitz mit niedriger Stromstärke, aber längerer Dauer kann mehr Energie freisetzen als ein kurzer Hochstromimpuls.
Fazit: Himmelsspektakel mit Forschungspotenzial
Ob der Klimawandel langfristig zu mehr oder intensiveren Gewittern führt, ist unter Meteorologen umstritten. Klar ist aber: Schmalkalden bleibt ein Ort, an dem sich Wetterdramatik regelmäßig entlädt – zur Freude der Gewitterfreunde und zum Forschungsinteresse der Fachleute.
Bericht von https://www.insuedthueringen.de/inhalt.wetter-oft-gewittergrollen-und-blitze-ueber-schmalkalden.f1469860-f71c-450e-8d7d-7149c7e45f55.html
Geschrieben von: Elias
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